Rechtsberatung
Problem: Rechtsrat wird nicht nachgefragt
Rechtsrat wird oft nur als Bewertung eines Sachverhaltes begriffen. Dadurch unterbleibt eine frühzeitge Steuerung. Es kommt zu Schäden.
Lösung: Frühzeitig Rat nachfragen
Je früher Rat nachgefragt wird, desto eher kann Ihr konkretes Risiko auch eingegrenzt werden. Schäden werden dadurch vermieden. Allerdings darf früher Rat keine Standardlösung sein.
Einzelheiten: Rechtsrat ist keine Standardlösung
Fall 1: Der zerbrochene Steinkrug
Der Krug ist wegen zu heißen Wassers zerbrochen. Wenn Sie diesen jetzt zusammenkleben lassen, wird er weder a) hübscher sein als vorher, b) wie vorher aussehen noch c) dicht sein. Außerdem haben Sie oder Ihr Dienstleister sehr, sehr viel Arbeit bei dem Sortieren und Nummerieren der Scherben.
Sie könnten sich natürlich auch einen neuen Krug kaufen. Leider können Sie sich keinen neuen Kunden, ein neues störungsfreies Projekt oder Vertrag kaufen. Wenn Sie Ihrem Krugmacher gesagt hätten, was Sie von dem Krug erwarten, hätten Sie erfahren, wie heiß das Wasser maximal sein darf. Ihr Krug wäre nicht zerstört, Sie hätten gar keinen Aufwand.
Genauso verhält es sich mit der Rechtsberatung. Egal wie gut Ihr Rechtsanwalt ist, er kann Ihren Fall auch nicht mehr 'zusammenkleben', wenn er in Scherben liegt. Eine Ming-Vase (5. Dyn.) wird daraus auch mit Sicherheit dann nicht mehr. Fragen Sie ihn rechtzeitig, bevor der 'Krug' zerbrach, haben Sie schon eine Strategie zur Wahrung Ihrer Rechte parat. Das ist allerdings vom Arbeitsrecht bis zum Zwangsvollstreckungsrecht immer dasselbe.
Fall 2: Muster-AGB
Sie haben sich vor einigen Jahren bei Ihrem Unternehmerverband AGB besorgt und auf Briefbögen umseitig drucken lassen. Diese haben 4 pt Schriftgröße, um auf eine A4-Seite zu passen.
Sollten Sie daran etwas ändern? Unbedingt! Schon wegen der Schriftgröße (nicht mehr lesbar) verstoßen die AGB gegen das Transparenzgebot. Ältere Klauselwerke sind meistens gefährlich. Wettbewerber oder Verbraucherverbände können wegen unwirksamer Klauseln teure Abmahnungen zu Ihren Lasten auslösen, in Streitfällen sind die "wichtigen" Klauseln oft unwirksam.
Fall 3: Musterverträge und Musterschreiben
Meist wollen Mandanten Musterschreiben oder Musterverträge, denken, sie erhielten damit alle notwendige Hilfe.
Ein solches Muster soll eine Vielzahl von Fällen auf einen Blick erfassen und für alle denkbaren Problemfälle einen Vordruck vorsehen, sie sind deswegen sehr komplex. Musterverträge haben immer das Problem, zugleich AGB darzustellen, meist sind sie bei Verwendung schon sehr alt. Musterschreiben wirken häufig agressiv und heizen die Stimmung unter den Vertragspartnern unnötig auf. Deswegen braucht es meist das Wissen und die Erfahrung eines ausgebildeten Juristen, um mit solchen Mustern so umzugehen, wie es sicher möglich ist. Geld müssen Sie dennoch dafür bezahlen.
Warum also nicht gleich eine individuelle, auf Ihren konkreten Fall, Ihr konkretes Bedürfnis zugeschnittene Lösung erstellen lassen?