Reiseanwalt
Problem: Das Gespräch beim Rechtsanwalt
Alle Akten und Zeugen zu 'seinem' Rechtsanwalt zu schaffen ist meist nicht möglich. Mehrfaches Nachfragen über Monate hinweg kostet Zeit, Geld und Wissen. Das verloren gegangene Wissen Nerven und den Erfolg.
Lösung: Der Reiseanwalt kommt zu Ihnen
Der Reiseanwalt kommt zu dem Mandanten oder zu dem Ort, auf den sich seine Dienstleistung bezieht. Das spart Zeit und Geld. Die dafür entstehenden Kosten sind meist gering.
Einzelheiten zum Problem
Stellen Sie sich bitte zunächst einen – nach meiner Erfahrung – typischen Fall vor. Ihr Projekt oder Vertrag (ob Bau oder nicht, spielt keine Rolle) ist schon einige Zeit abgeschlossen oder lief über Jahre. Heute entwickelt sich ein möglicher Streit aus dem Vergangenen, Sie beschließen heute einen Rechtsanwalt zu konsultieren.
Variante_1:
Sie bereiten sich detailliert vor, die Akten sind umfangreich - das kann der Rechtsanwalt nicht alles verarbeiten, also 'filtern' Sie. In dessen Büro erläutern Sie das Problem so, wie Sie den Fall sehen. Die Informationen reichen dem Rechtsanwalt aber zur Beurteilung nicht aus, er hat viele Fragen, ohne alle Unterlagen und/oder Auskünfte von Dritten sind diese nicht zu beantworten, Sie bekommen 'Hausaufgaben'. In Erledigung derer befragen Sie auch beteilgte Personen (Mitarbeiter, sonstige Zeugen), weil Sie sich nicht mehr an alle Details gleich gut erinnern. Das Ganze dauert sehr lange, Sie müssen wegen des Tagesgeschäftes die Arbeit mehrfach unterbrechen, brauchen fast zwei Wochen, um damit fertig zu werden.
Ergebnis:
- Vorbereitung: etwa vier Stunden Zeit.
- Besprechung: etwa zwei Stunden Zeit.
- Hausaufgaben: etwa acht Stunden Zeit (über zwei Wochen verteilt).
Es kommt etwa einen Monat später zu einer weiteren Besprechung weil Sie oder der Rechtsanwalt dies für nötig halten. Es reicht immer noch nicht aus, weil Sie die "Hausaufgaben" teilweise anders verstanden haben als der Rechtsanwalt sie gemeint hätte, wenn er einiges aus Ihrer neuen Zuarbeit schon gekannt hätte. Sie müssen wieder zuarbeiten. Sie müssen die beteiligten Dritten erneut befragen, dabei stellt sich der Sachverhalt schon wieder anders dar. Auch hier zieht sich die Zuarbeit über rund eine Woche hin.
Ergebnis:
- Besprechung_2: etwa eine Stunde Zeit.
- Hausaufgaben_2: etwa vier Stunden Zeit (über eine Woche verteilt).
- Ärger über verlorene Zeit: unbezifferbar.
Zwischenspiel:
Zu diesem Zeitpunkt sind mittlerweile seit Ihrer ersten Besprechung etwa zwei Monate Zeit verstrichen, Sie haben Mitarbeiter oder sonstige Zeugen schon zwei Male befragt, dabei rechtliche Hinweise an die Zeugen kommuniziert, haben zwei Mal deren Wissen selbst interpretiert und an den Rechtsanwalt weitergegeben. Erinnern Sie sich an das Spiel aus Kinderzeiten, an "Stille Post"?
Endlich reichen die Informationen aus, um den Fall in seiner ganzen Vielfalt rechtlich einordnen zu können. Der Rechtsanwalt arbeitet einen Risikohinweis aus, den Sie etwa zwei Wochen nach der Besprechung_2 erhalten. Sie erkennen daraus, wo die schwierigen Punkte liegen, ein Schriftsatzentwurf zur Prüfung liegt an, der Rechtsanwalt hat einige (z. B. technische) Punkte aus Ihrer Sicht noch nicht richtig dargestellt. Sie müssen wieder schreiben, es gibt nach einem aufklärenden Telephonat einen weiteren Entwurf, den Sie wieder prüfen müssen. Glücklicher Weise mussten Sie nicht wieder Andere fragen, weil Sie jetzt die Gedanken des Rechtsanwaltes kennen und den Fall mittlerweile auch en detail.
Ergebnis:
- Lesen: etwa zwei Stunden Zeit.
- Hinweis an RA: etwa eine Stunde Zeit.
- Telephonat mit RA: etwa eine halbe Stunde Zeit.
- Lesen Entwurf_2: etwa zwei Stunden Zeit.
- Freigabe an RA: etwa zehn Minuten Zeit.
- Ärger über verlorene Zeit: etwa zwei Stunden
Kommt Ihnen die Situation vage bekannt vor? Sie haben (ohne Fahrtzeiten, ohne Ärger) insgesamt 24,66 Stunden Zeit investiert, welche Sie von vermutlich niemandem bezahlt bekommen. Wohlgemerkt: es ist nur Ihre Zeit, die Ihrer Mitarbeiter oder sonstiger Zeugen ist noch gar nicht bewertet. Sie mussten den Fall mehrfach erneut, also von Grund auf, erarbeiten, weil Sie nicht die Gedanken des Rechtsanwaltes zur strategischen Ausrichtung kennen konnten. Dieser übrigens auch nicht, weil erst nach Erfassen des Sachverhaltes eine Strategie entwickelt werden konnte.
Risiko_1: das Prinzip "Stille Post" wirkt sich aus, der Rechtsanwalt hatte keinen direkten Kontakt zu den Mitarbeitern oder sonstigen Zeugen, kann den Wert der Aussagen nicht einschätzen. Oft erinnern sich Zeugen nämlich nicht wirklich, wollen aber helfen, das ist sehr, sehr gefährlich.
Risiko_2: durch Ihre mehrfachen Besprechungen mit Zeugen sind diese schon stark beeinflusst, verunsichert, werfen wirkliche Erinnerung mit dem durcheinander, was Sie ihnen erzählt haben, Sie verlassen sich aber darauf, sind ganz zuversichtlich, dass alles zu Ihren Gunsten ausgeht.
Risiko_3: der Rechtsanwalt verlässt sich auf Ihre Einschätzung der Tatsachenlage, hat keine unmittelbare Kenntnis von noch bestehenden Unsicherheiten und Lücken.
Variante_2:
Der Rechtsanwalt wird telephonisch grob informiert, er teilt mit, welche Unterlagen und Informationen er zwingend für so ein Problem benötigen wird. Er kommt binnen 2 Wochen zu Ihnen, Mitarbeiter oder sonstige Zeugen sind greifbar, weil dazu gebeten, die sämtlichen Akten sind verfügbar. Die Besprechung ist sehr lang, dauert fast den gesamten Tag. Es werden immer wieder Unterlagen gesichtet, auch mehrfach, im Zusammenhang damit Zeugen befragt, wobei der Rechtsanwalt direkt mit den Zeugen sprechen kann, einen eigenen Eindruck gewinnt.
Der Rechtsanwalt diktiert parallel einen Aktenvermerk, erteilt dabei Hinweise an Sie, bittet um wenige gezielte Zuarbeiten, entwickelt eine Strategie, der Vermerk wird innerhalb von 48 Stunden an Sie übermittelt, Sie prüfen und arbeiten zu, der Aktenvermerk wird in einen Schriftsatz umgewandelt und abgesetzt.
Ergebnis:
- Besprechung: rund 8 Stunden.
- Lesen Aktenvermerk: rund 2 Stunden.
- Freigabe an RA: rund 2 Stunden.
- Arger: fast nicht vorhanden.
Das ganze hat nur 12 Stunden gedauert, Fahrtzeiten gab es für Sie nicht, Ihr Problem ist nach nur rund 2 Wochen aufgearbeitet. Das Problem "Stille Post" konnte nahezu ausgeschaltet, böse Überraschungen im Rahmen von Beweisaufnahmen vor Gericht damit auf ein Minimum reduziert werden. Wertvolles, nicht dokumentiertes Wissen von Zeugen ist dabei gesichert worden.
Während der Besprechung kann der Rechtsanwalt Ihre Unternehmensstruktur, Ihre Organisationsform – besser – kennenlernen, hat die Chance ganz allgemein auf risikobehaftete Verfahrensweisen hinzuweisen.
Ergebnis
Sie hätten darüber hinaus sehr viel Zeit und Ärger gespart, was sich zwangsläufig äußerst positiv auf Ihr Vermögen, Ihr Tagesgeschäft auch weiterhin erfolgreich betreiben zu können, auswirken muss. Ihre Zeit ist kostbar, auch Zeit muss bewertet werden. Ein Beispiel anhand eines – auskömmlichen – Stundenverrechnungssatzes für einen Mitarbeiter eines Unternehmens: 24,66 Stunden Ihrer Zeit á EUR 50,00 netto ist = EUR 1.233,00 netto, 12 Stunden a EUR 50,00 sind demgegenüber nur EUR 600,00 netto an Belastung.